Die IdeenExpo 2013 und ein kleiner Abschiedsgruß

Oktober 2, 2013 in Allgemein

IdeenExpo 2013

IdeenExpo 2013

Am 24./25. August waren wir auf der IdeenExpo 2013 eingeladen, unser Projekt vorzustellen. Dies ist nun schon mehr als einen Monat her, allerdings wollten wir sicherstellen, dass wir auch genügend Bildmaterial liefern können, sodass jeder die Auftritte sich noch einmal anschauen kann.

Allgemein könnte man damit anfangen, dass die Aufregung vor der Fahrt nach Hannover sehr groß war. Immerhin wussten wir schon im Vorfeld, dass unter anderem die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, aber auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil neben verschiedenen großen Firmenvorständen im Publikum vertreten sein werden. Moderiert werden sollte die gesamte Eröffnungsfeier der IdeenExpo 2013 von Ranga Yogeshwar.

Unser Team auf der Eröffnungsfeier

Unser Team auf der Eröffnungsfeier (Quelle: IdeenExpo)

Als wir also endlich auf dem großen Gelände der Messegelände Hannover angekommen waren, bekamen wir bei der Akkreditierung ganz besondere Ausweise: Künstler-Pässe. Damit hatten wir vollkommenen Zutritt auf der IdeenExpo, so dass wir auch in den Backstage-Bereich durften. Nachdem wir also auf dem langen Flur zum Saal der Eröffnungsfeier entlang gingen und die eine oder andere Köstlichkeit aßen, trafen wir schon vor dem Auftritt auf Ranga Yogeshwar, von dem wir völlig beeindruckt waren, dass er sich so gut über uns selber informiert hatte!

Nachdem um 11 Uhr die Eröffnungsfeier begann und verschiedene Reden von von der Leyen, Weil und anderen Wirtsschaftsvertretern gehalten wurden, durften auch wir nun unser Projekt vor solch einem hochkarätigen Publikum vorstellen. Wie dieser Auftritt war, schaut man sich am besten selber an:

Unser Moderator Ranga Yogeshwar

Unser Moderator Ranga Yogeshwar (Quelle: IdeenExpo)

 

Nachdem diesem für uns persönlich tollen Auftritt, waren wir völlig überrascht, dass uns verschiedene Firmenchefs angesprochen haben und ihre Visitenkarten ausgeteilt haben. Dies war ein Moment in dem man wusste, in dem man realisierte, dass man gerade auf einer sehr großen Bühne gesprochen hatte und das aus der kleinen tollkühnen Idee einen Quadrocopter zu entwickeln sich das Projekt zu einem etwas entwickelte auf das man sein Leben lang stolz sein kann.

Auf der Außenshowbühne

Auf der Außenshowbühne

Nach einer kleinen Pause, wurden wir auch um 14 Uhr zur Außenbühne gelotst, auf der wir ebenfalls wieder mit Ranga Yogeshwar unser Projekt vor öffentlichem Publikum vorgestellt haben. Dieses mal verlief der Auftritt etwas eingeübter und wir alle waren weniger aufgeregt. Leider haben wir von diesem Auftritt kein Mitschnitt.

Am nächsten Tag IdeenEpxo 2013 stand unser letzter Auftritt an. Dieses mal mit dem Moderator Kilian Reichert und einer Dauer von etwas mehr als 20 Minuten. Bei diesem Auftritt gingen wir wesentlich lockerer an die Sache ran und sprachen über allerlei verschiedene Dinge. Auch diesen Auftritt kann man sich noch einmal hier anschauen:

Alles in allem war die IdeenExpo 2013 eine großartige Erfahrung für uns alle und wir möchten uns ganz recht herzlich bei iserundschmidt und C3 für die tolle Organisation bedanken. Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei unserem ehemaligen Physiklehrer Herrn Kretzschmar und unseren ehemaligen Schulleiter Herrn Nolting, der uns dies alles ermöglicht hat. In dem Artikel Presse-Artikel kann man auch einen Pressebericht über unsere Erfahrungen auf der IdeenExpo finden.

Moderator Kilian Reichert bei unserem dritten Auftritt

Moderator Kilian Reichert bei unserem dritten Auftritt (Quelle: IdeenExpo)

Wenn man schon bei den Danksagungen ist, dann muss man leider auch erwähnen, dass wir nun alle unser Studium aufgenommen und nun über Delmenhorst, Stade und München verteilt sind. Daher können wir nicht mehr konstruktiv am Projekt weiterarbeiten und haben die Copter und alle zugehörigen Teile in einer großen Vitrine in der Physiketage des Gymnasium an der Willmsstraße ausgestellt, wo sich jeder das Projekt anschauen kann.

Unsere Ausstellung in der Vitrine

Unsere Ausstellung in der Vitrine

Daher möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal für die große Unterstützung unserer Sponsoren der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok, Herrn Garms, Herrn Hautau, Höhling Maschinenbau, den Freunden und Förderer des Willmsgymnasiums, sowieso einem privaten Sponsor mit aller möglichen Dankbarkeit danken. Ohne Sie wäre dieses Projekt niemals möglich gewesen! Doch ebenfalls geht der besondere Dank nochmals an Herrn Kretzschmar und Herrn Nolting. Vielen Dank für die ständige Unterstützung innerhalb dieser großartigen Schule.

Es war eine wirklich tolle Erfahrung für uns und ich denke, dass wir alle sehr viel gelernt haben und ganz verschwunden ist dieses Projekt natürlich nicht, denn sobald wir allesamt in Delmenhorst sind, werden wir sich wieder die eine oder andere Runde mit dem Copter drehen. Ebenfalls darf man sagen, ohne hochnäsig zu klingen, dass unser Projekt ein gutes Beispiel dafür ist, wie weit man es mit Motivation schaffen kann, auch wenn die Ausgangslage noch so schlecht erscheint. Ein kleines Quäntchen Mut und auf potentielle Unterstützer zugehen erfordert es und man wird sehen, dass man dadurch viel erreichen kann. Ebenfalls ist es wohl wichtig niemals aufzugeben, auch wenn es noch so harte Rückschläge gibt und kein Fortschritt in Sicht ist!

Team

“Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man zu überhaupt nichts kommen.”

Albert Einstein

In dem Sinne,
euer Demon-Team!
~ Christian

Ein tolles Bild erfordert harte Arbeit

Juli 28, 2013 in Allgemein

Die Kamerahalterung mit Alpha-Gel

Die Kamerahalterung mit Alpha-Gel

Wir bereits berichtet, sind wir derzeit hauptsächlich daran interessiert ein sauberes Videobild ohne Vibrationen mit unserer Kamera und dem Copter zu erhalten, damit wir tolle Aufnahmen für Maschinenbau Höhling machen können. Auf diesem Weg sind wir nun um einiges weiter vorangekommen, aber noch nicht vollkommen am Ziel.

Kork als Lagerung der Motoren

Kork als Lagerung der Motoren

Zunächst haben wir mit Maschinenbau Höhling eine Kamerahalterung entwickelt, welche speziell unsere Kamera auf Alpha-Gel GC5 lagern kann. Dieses speziell für Vibrationen entwickelte Gel dämpft die hochfrequenten Vibrationen stark, falls auf das Gel Druck ausgeübt wird. Daher kann das Gel nicht hängend angebracht werden. Nachdem wir die Kamera mit vier Würfeln Alpha-Gel ausgestattet hatten, waren zwar die starken Vibrationen weg, allerdings kam dafür der Rolling-Shutter Effekt zum Vorschein, welcher ein Wobbeln im Bild verursacht, welches ebenfalls sehr unangenehm ist. Dieser Effekt entsteht, wenn der Sensor ein Bild Zeile für Zeile nacheinander aufnimmt, während sich das Bild aber durch leichte Vibrationen ständig ändert. Dadurch wird ein Bild und später das Video stark verzerrt.

Um den entgegenzuwirken haben wir, neben der nochmaligen Wuchtung der Motoren, diese auf Kork gelagert, damit die Restvibrationen, die die Motoren noch immer verursachen nicht so stark auf das Gestell übergreifen. Und tatsächlich ist die Aufnahmequalität stark verbessert worden, aber noch nicht ganz perfekt, wie das folgende Video zeigt:

Das derzeitige Problem ist noch, dass die Kamerahalterung über die gleichen Schrauben, wie der Motor 1 verbunden ist, und sich die Vibrationen so direkt auf die Kamera übertragen. Ebenfalls übt die Kamera mit einem Gewicht von rund 20 Gramm nicht genügend Druck auf das Alpha-Gel aus, sodass dieses kaum dämpfen kann. Sobald wir diese Probleme gelöst haben, erwarten wir ein ziemlich sauberes Bild.

Euer projectDemon!

~ Christian

projectDemon besteht die Reifeprüfung!

Juni 21, 2013 in Allgemein

Der 21. Juni 2013 wird für uns alle ein Tag sein, der ewig im Gedächtnis bleibt. Denn das gesamte Team von projectDemon hat das Abitur bestanden und verliehen bekommen. Doch neben der standardmäßigen Verleihung der Abiturzeugnisse wurde das Projekt und das Team gesondert vom Schulleiter Nolting des Gymnasium an der Willmsstraße geehrt.

Bei der Ehrung war auch einer unserer Sponsoren anwesend, Herr Garms, welcher ebenfalls sein Abitur an dieser Schule bestanden hat. Gleichzeitig gab Herr Nolting bekannt, dass wir am 25. August von 12:00 Uhr – 12:30 Uhr unser Projekt auf der Hauptbühne der IdeenExpo 2013 vorstellen werden. Ebenfalls wird die Sendung auch im Fernsehen übertragen!

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Gruß vom gesamten projectDemon-Team!

Zurück aus der Vergangenheit und mit Schub in die Zukunft!

April 26, 2013 in Allgemein

Die Copter stehen stets bereit

Die Copter stehen stets bereit

Seit den letzten zwei Monaten ist es etwas ruhig um projectDemon geworden. Der Grund dafür ist, dass wir alle voll und ganz mit dem Abitur beschäftigt waren und unsere Zeit vollkommen darauf konzentrieren mussten. Doch nun sind die schriftlichen Arbeiten geschrieben und wir können uns wieder unserem Projekt widmen, welches wir auch nach dem Abitur mit wöchentlichen Treffen am Freitag fortsetzen. Doch auch wenn es in den letzten zwei Monaten nicht viele Meldungen gab, so gibt es doch riesige Fortschritte, welche noch vor der Abiturphase geschafft wurden.

Unser typischer Arbeitsbereich!

Unser typischer Arbeitsbereich!

Die größten Fortschritte betreffen ein Teilprojekt von projectDemon über das wir eigentlich erst wieder berichten wollten, wenn es komplett funktionsfähig ist: ProCopterX, unsere eigene Flugsoftware. Hier gibt es seit dem Release sehr viele Neuerungen, doch die wichtigsten sind, dass nun der PID-Regler und ein einfacher Komplementär-Filter implementiert wurden, was das Herzstück der Regelung ist, damit der Copter sich gerade in der Luft halten kann und nicht wegkippt oder sich im die eigene Achse dreht. Bis zum Beginn der Abiturphase sind die Regler insofern bereits fertig, als das nach mehreren Testflügen der Copter bereits in der Luft fliegen und schweben konnte, wenn auch noch sehr wackelig und auch nur für circa einer Minute, bevor die Regelung dann doch versagt. Wichtig hierfür ist, dass man bei ProCopterX nun auch mit der Fernbedienung den Copter komplett steuern kann.

Die Funkverbindung funkt bereits!

Die Funkverbindung funkt bereits!

In jedem Fall wird die Entwicklung bei ProCopterX nun wieder aufgenommen und nachdem der Testcopter seine Ersatzteile erhalten hat, wird auch wieder getestet werden, besonders um die richtigen PID-Werte zu finden. Doch neben der eigentlichen Copter-Software von ProCopterX hat auch die Computeroberfläche, also ProCopterX_Control viele Neuerungen erfahren, sodass dieses nun weit aus stabiler läuft, Debug-Werte ausgeben kann und die PID-Werte direkt über die Oberfläche verändert werden können, ohne dass der Copter neu programmiert werden muss! Die gesamten Fortschritte haben sehr viele Tage harter Arbeit erfordert und wir hoffen, dass wir bald komplett auf unsere eigens programmierten Flugsteuerung umsteigen können, nicht zuletzt um unser eigentliches Hauptziel leichter erreichen zu können.

Unsere Planung zum autonomen Flug

Unsere Planung zum autonomen Flug

Denn dieses Hauptziel besteht noch immer darin, den Copter fast autonom fliegen zu lassen. Auch an dieser Stelle wird seit einiger Zeit gearbeitet, doch leider hat uns bisher kaputte Hardware einen Strich durch die Rechnung gemacht, zuletzt hatten die Funksender leichte Hardwareprobleme, welche wir jedoch beheben konnten und nach bereits funktionierender Funkverbindung auch unsere Daten sauber übertragen können. Dafür wurde innerhalb von mehreren Stunden an Arbeit eine Code zur Ansteuerung der NRF24L01-Sender/Empfänger geschrieben. Hier könnte der Fortschritt bei ProCopterX entscheidend sein, sodass die Funkverbindung über unsere Empfänger und Sender direkt über ProCopterX laufen kann.

So werden Abstände gemessen!

So werden Abstände gemessen!

Nebenbei musste der Greifarm leider aus mechanischen Gründen aufgegeben werden. Als Ersatz arbeiten für dafür derzeit an einem ebenfalls schon vor einiger Zeit erwähnten Ziel, welches für unseren autonomen Flug wichtig ist: Die Erkennung von Hindernissen. Für dieses Problem haben wir unser bisher auf Ultraschall festgelegt, da dieses nicht so leicht falsche Signale aufnehmen wird, wie zum Beispiel bei Licht, wo auch äußeres Licht die Sensoren anregen kann. Eine funktionierende Abstandsmessung haben wir ebenfalls bereits entwickelt und wird nun auf mehrere Ultraschallsensoren erweitert. Hier soll sich ein eigener Controller um die Erkennung von Hindernissen kümmern und dem Flugcontroller über den I2C-Bus mitteilen in welcher Richtung auf dem Copter das Hindernis liegt, damit dieser ausweichen kann. Auch hierfür wird ProCopterX wichtig sein, da diese Verfahren dort direkt implementiert werden können.

Im Anschluss noch ein Video von den ersten Tests mit ProCopterX 0.2 Beta, wo zum ersten mal der PID-Regler und der Komplementärfilter implementiert und getestet wurden (mittlerweile haben wir den Copter mit ProCopterX wesentlich mehr stabilisiert bekommen!):

Soweit,
das Demon-Team!

~ Christian

Sieg beim DLR-Wettbewerb “Die Welt von oben”

Februar 8, 2013 in Allgemein

Edit: Mittlerweile hat sich das DLR genauer zum Wettbewerb geäußert und die Preise angedeutet:

Es ist vollbracht! Heute wurden die Ergebnisse vom DLR-Schülerwettbewerb “Die Welt von oben” veröffentlicht, in dem wir viele Stunden Arbeit gesteckt haben! Und unser Projekt steht auf dem 1. Platz! Bei diesem Erfolg möchten wir uns ganz herzlich bei allen unseren Sponsoren bedanken!

Unser Video, welches wir eingeschickt hatten, haben wir ebenfalls gleich im Anschluss:

Euer Demon-Team,

~ Christian

Ein schöner Platz zum Testen, Senden und Greifen

Januar 23, 2013 in Allgemein

Beim projectDemon-Treffen heute gab es wieder einmal einiges zu erledigen und noch viel mehr zu berichten. So ist nun unter anderem ProCopterX 0.1 Beta erschienen, die Funkboards fertiggestellt und der Greifarm in greifbarer Nähe gerückt.

Pure Konzentration!

Nachdem ProCopteX bisher nur in der Version 0.1 Alpha vorlag, ist diese nun um sehr viele Features reicher in der Version 0.1 Beta erschienen. Unter anderem wurde nun ProCopterX_Control veröffentlicht, mit dem man die Daten des Controllers auf dem PC anschaulich dargestellt bekommt. Ebenfalls können nun Fernbedienungsempfänger, Sensoren und einiges mehr ausgelesen, gemixt und als Endwert an die Motoren ausgegeben werden. Dies war ein hartes und langes Stück Arbeit, doch es hat sich gelohnt. Mehr zur neuen Version gibt es auf http://procopterx.chisaw.de

Als nächster Schritt muss nun auf die geätzten Platinen gewartet werden, welche Anfang Februar geliefert werden sollen. Mit diesen schließen wir ein zuvor ständig auftretendes Wackelkontakt und Feuchtigkeitsproblem aus, was unseren Copter schon das ein und andere mal abstürzen ließ, da es zum kurzzeitigen Kurschluss kam. Sobald diese Platinen ankommen, wird auch der Testcopter mit einer solchen ausgerüstet, woraufhin dann der PID-Regler implementiert werden kann. Als letztes werden dann die Sensordaten von Störungen bereinigt werden müssen, wofür der Komplementärfilter oder Kalmanfilter zum Einsatz kommt, wobei dies das größte, schwerste und längste Stück Arbeit sein wird. Ebenfalls werden noch die Fernbedienungsfunktionen implementiert, mit denen sich die Motoren aktiv schalten lassen oder ähnliches.

Dreh dich, Copter, dreh dich!

Um die Regelung des Copters dann testen zu können, wurde heute ein Testaufbau gebaut, in dem man den Quadrocopter einklemmen kann und er sich so um eine Achse drehen kann, wobei er sich durch die zwei drehenden Motoren möglichst in Waage halten soll. Dieses Testgestell ist ein wichtiger Schritt für viele Tests, da es sehr schwer und umständlich wäre, bei nicht einmal annähernd funktionierenden Regelungen zu versuchen vom Boden zu starten.

Eines der Funkboards

Den ganzen Tag hat Simon hingegen an den Funkboards gearbeitet und diese fertiggestellt, wobei selbstverständlich noch die Software fehlt. Eines dieser Boards soll später auf dem Quadrocopter installiert werden, das andere auf dem Boden bleiben und mit dem PC kommunizieren. Angesteuert wird der NRF24L01 dabei über den SPI-Bus, welcher als nächstes von Simon implementiert wird und anschließend der NRF24L01 über SPI angesteuert wird. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Schritt Richtung halb-autonomer Flug und anschließend voll-autonomer Flug.

Materialien für den Greifarm

Lennart, welcher derzeit an einem Greifarm für den Quadrocopter arbeitet, hat heute das gesamte Material für diesen Greifarm besorgt, wo unter anderem vier Servo-Motoren, diverse Aluminium-Stangen, Schrauben, Schaumstoff und weiteres zugehört. Dieser Greifarm soll es unserem Copter ermöglichen sich über die Fernbedienung zu öffnen und schließen und so Dinge durch die Gegend zu transportieren. Wahrscheinlich wird der Greifarm schon demnächst fertiggestellt und getestet werden.

Wie man sieht, projectDemon steht nicht still und jede Woche gibt es eine Menge Neuigkeiten rund um das Projekt.

Euer projectDemon-Team,

~ Christian

Von ProCopterX, einem Greifarm und weiteren projectDemon-Aufgaben

Januar 11, 2013 in Allgemein

Gestern war nach einiger Zeit der Weihnachtsferien wieder ein projectDemon-Treffen und wir haben keine Zeit verschenkt und direkt angefangen weiterzuarbeiten. Hier ist es im Wesentlichen so, dass derzeit Christian sich um ProCopterX kümmert, eine weitere Erklärung dazu folgt, Lennart gestern konkrete Pläne für einen Greifarm des Quadrocopter ausgearbeitet und die nötigen Bauteile bestellt hat und Simon an der Funkverbindung vom Quadrocopter zum Boden über 2.4Ghz-Transmitter arbeitet.

Man sieht also, das Projekt ist im vollen Gange und steht ganz und gar nicht still. Denn kurz vor den Ferien haben wir am Copter bereits die neue Fernbedienung angebracht, welche schon auf dem Weihnachtsbild zu sehen war und ebenfalls haben wir kleine aber sehr helle LED-Streifen an der Unterseite des Copter angebracht, welche wieder mit grünem Licht andeuten, bei welchen Ausleger es sich um den vorderen handelt.

Doch nun zu den einzelnen Aufgaben:

Erste Skizzen von ProCopterX

Was ist ProCopterX? Hierbei handelt es sich um ein Unterprojekt von projectDemon, bei versucht wird der schwierigen Aufgabe nachzukommen eine eigenen Flugregelung zu entwickeln. Wie sieht das im Wesentlichen aus? Der Controller steuert die Motoren über ein PPM-Signal (Puls-Pausen-Modulation) an, wobei er dort ebenfalls die Werte des Empfängers der Fernbedienung ausliest und diese einbezieht. Doch der wesentliche Punkt ist, dass der Copter in der Luft auch stabil stehen muss, wofür Sensoren zum Einsatz kommen.

Diese soll der Controller hier über den I²C-Bus auslesen. Bei den nötigen Sensoren handelt es sich um einen Beschleunigungssensor, welcher die wirkenden Kräfte in g (Erdanziehung: 1g) misst, und einem Gyroskop, welcher die Drehraten misst, also mit anderen Worten die Winkelgeschwindigkeit, um wie viel Grad/Sekunde der Sensor sich also dreht.

Über diese Sensoren kann man mit einem geeigneten Modell eine Nulllage bestimmen, welche der Copter erreichen soll, wobei diese Nulllage jeweils eingestellt werden muss, wenn der Copter auch wirklich auf geraden Boden steht. Durch eine Sensorfusion wird der Drift des Gyroskops und die Ungenauigkeit des Beschleunigungssensors eliminiert wird, wie auch Rauschen im Signal (siehe Kalman-Filter).

Der Testaufbau von ProCopterX

Dadurch kann nun die aktuelle Lage des Copters bestimmt werden. Um diese auch zu erreichen wird ein PID-Regler angewandt, welcher versucht denn vorgegebenen Sollwert, die Nulllage, zu erreichen, in dem dieser Regler eine Stellgröße, die Motorgeschwindigkeit, einstellt, welche der Störung, also die Differenz aus aktueller Lage und Nulllage, entgegenwirkt und den Copter so wieder aufrichtet.

All diese Daten werden schlussendlich gemischt und als PPM-Signal zu den Motoren gesendet. Die Entwicklung einer solchen Flugregelung ist ziemlich komplex, doch auf der Unterprojektseite http://procopterx.chisaw.de wird ständig über Fortschritte dabei berichtet und es stehen ebenfalls dort Tutorials zur Verfügung, um die notwendigen Grundlagen ebenfalls zu erlernen.

Bei dem Greifarm hingegen handelt es sich um die Idee, dass der Copter neben den Kamera-Aufnahmen, auch kleine Objekte transportieren kann. Daher wird dieser Greifarm als Modul entwickelt, sodass es an dem Copter angebracht und auch wieder abgenommen werden kann. Bei dem Greifarm werden vier Servo-Motoren mit einer Stellkraft von circa 1,2kg zum Einsatz kommen, welche definitiv ausreichend sein sollten um die Kraftreserven des Copters, was er an Gewicht tragen kann, abzudecken.

Bei der Funkverbindung sieht es derzeit so aus, dass ein zweiten Board über der Flugsteuerungsplatine sitzt, welches aus einem Atmega328P und einem 2.4-Ghz-Transmitter besteht. Dieser steht in Kontakt zu einem gleichen Modell auf dem Boden, welcher dort an einem Computer angeschlossen ist. Im Computer wird in unserem Routenprogramm daraufhin eine Strecke in Metern über Linien einprogrammiert. Dieses Programm gibt dann die Information an den Bodenfunk weiter und dieser an den Copter.

Die Funkplatine ist über I²C mit der Flugsteuerung verbunden. Über diesen Bus erhält die Funkplatine aktuelle GPS-Daten von der Flugsteuerung und kann entsprechend Signale zur Flugsteuerung schicken, welche eine Fernbedienung simulieren. Aus der Differenz, was der Copter noch an Metern in eine Richtung zu fliegen hat und wo er sich derzeit befindet kann die Funkplatine entsprechend die Signale bestimmen und an den richten Punkten dann ändern. Die Flugsteuerung nimmt die Daten der Funkplatine solange als Fernbedienungsdaten, bis an der real angeschlossenen Fernbedienung ein Schalter umgelegt werden. Dieser bewirkt, dass ein Funkchannel seinen Wert stark ändert. Dies kann von der Flugsteuerung erkannt werden und benutzt daraufhin wieder die Daten der realen Fernbedienung, wodurch wir im gesetzlichen Rahmen für autonome Flugobjekte bleiben, welche ein mögliches manuelles Eingreifen vorschreiben.

Diese Lochrasterplatine wird durch eine Geätzte ersetzt

Ebenfalls haben wir bis gestern an einer Umsetzung unserer Flugsteuerungsplatine von einer Lochrasterplatine zu einer geätzten Platine gearbeitet. Das bedeutet, die Flugsteuerung wurde nochmals als Schaltplan entworfen und daraus wurde dann ein Platinenlayout erzeugt, welches nun in die Fertigung geht. Dies ist besonders wichtig, da die Pinabstände recht gering sind und unsere Lochrasterplatine, welche mit Draht verschaltet wurde leider in letzter Mini-Kurzschlüsse verursacht hat, und ganz besonders auch an den Befestigungspunkten bereits mehrfach nach einem Aufprall gebrochen ist, da Lochrasterplatinen sehr instabil sind und nur aus Hartpapier bestehen.

Soweit vom projectDemon-Treffen,

~ Christian

Das neue Gestell: Carbon und höchste Präzision

Dezember 6, 2012 in Allgemein

Ein Vergleich zum alten Copter

Wir selber konnten es kaum abwarten und nun ist es fertig! Das neue Gestell von projectDemon! Und wie versprochen zeigen wir es euch auch direkt hier.

Nachdem wir uns zum allerersten Mal mit einem CAD-Programm auseinandersetzen mussten und das neue Gestell über einige Zeit hinweg geplant und gezeichnet haben, waren die Pläne schließlich fertig. Daraufhin haben wir fix das nötige Carbon bestellt und es bei der Volkhard Höhling GmbH abgegeben, welche sich freundlicherweise dazu bereit erklärt hat, das Gestell für uns zu fertigen!

Besonders müssen wir anmerken, dass für uns dort die grandiosen Füße geplant und gefertigt wurden, denn diese haben extra eine auf die Ausleger angepasste Aussparung, sodass diese mit nur einer Schraube am Ausleger gehalten werden und trotzdem nicht verdrehen können, also eine wahre Meisterleistung!

Nachdem wir die Teile wieder erhalten haben, wurde das Gestell auch direkt zusammengebaut und die neuen Motoren schon einmal aufgeschraubt. Am Wochenende werden wir dann wahrscheinlich den Rest vom neuen Copter zusammenschrauben und löten, doch dies hängt im Wesentlichen vom Wetter ab, da wir noch für den Wettbewerb des DLR am Wochenende Filmaufnahmen machen wollen. Doch seht euch die Bilder vom neuen Gestell selbst an:

Gruß,
euer Demon-Team!
~ Christian

Flieg hoch hinaus!

Dezember 1, 2012 in Allgemein

Dort fühlt sich der Copter wohl!

Nachdem wir beim letzten Demon-Treffen den Copter von den vielen Flugstunden und Landungen gereinigt und wieder aufbereitet hatten, haben wir uns im Anschluss mit der Firma Volkhard Höhling GmbH getroffen, welche uns freundlicherweise das Gestell für den neuen Copter herstellen wird. Einen großen Dank dafür! Sobald das Gestell fertig ist, werden wir natürlich sofort dieses auch hier präsentieren.

Das neue Material für den neuen Copter!

Mittlerweile sind auch die anderen Bauteile für den neuen Copter eingetroffen. Da wären zum einem die Suppo A2212/13 Motoren, welche mit 9 Zoll Propellern sehr effizient laufen und daher einen sehr hohen Schub bei wenig Strom liefern, perfekt also für unseren Copter! Als Regler sind nun die Turnigy Plush 18A eingetroffen, welche ein wenig Spielraum nach oben haben im Gegensatz zum maximalen Strom der Motoren, damit diese auf jeden Fall nicht zu warm werden, da das Carbongestell mit als einzigen Nachteil die Wärme nicht so gut ableiten kann, wie Aluminium. Doch auch die 2.4 Ghz Sender und die neuen Arduino-Boards sind da, mit denen nun endlich die Phase 2 in Angriff genommen werden kann: Der Routenflug!

Doch genug von den Plänen, welche dann in den nächsten Wochen umgesetzt werden, denn wie mehrfach angekündigt haben wir mittlerweile einige Flugaufnahmen in der letzten Zeit mit dem Copter gemacht. Selbstverständlich wollen wir euch davon ein paar ausgewählte Szenen nicht vorenthalten und können hier angeschaut werden:

Soweit zu den Videos!

Einen schönen Tag,
das Demon-Team!

~ Christian

Nach der Herbstpause: Neue Sponsoren und neue Bauteile!

November 14, 2012 in Allgemein

Nach der etwas längeren Herbstpause sind wir wieder frisch zurück und melden uns direkt mit sehr erfreulichen Neuigkeiten!

Ein Copter auf dem Baum!

In den letzten Wochen seit dem Pressetermin haben sich unsere Konzentrationen bei dem Projekt darauf konzentriert mit dem Copter Luftaufnahmen zu machen, welche wir für einen Wettbewerb des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt einsenden möchten. Bei diesen Filmaufnahmen in einer Höhe von ca. 50m ging auch nicht immer alles glatt und so mussten wir zum Beispiel einige Zeit dafür aufwenden den Copter nach einem Flugtag wieder so herzurichten, dass er für weitere Aufnahmen wieder bereit war. Doch es hat sich gelohnt.

In der Zwischenzeit hatte unser Förderverein des Gymnasium an der Willmstraße uns freundlicherweise eine weitere großzügige Auslage gegeben, welche wir begleichen könnten, sobald sich neue Sponsoren finden. Mit diesem Geld waren wir nun endlich bereit die neuen Anschaffungen für den Schritt 2 des Projekts zu kaufen. Dazu gehören unter anderem derzeit zwei neue Akkus, eine 808 #16 V2-Cam, ein GPS-Modul, neue Arduino-Boards und 2.4Ghz Sender.

Neben der neuen Kamera, der 808 #16 V2, eine kleine HD-Kamera mit einem Gewicht von nur 17g und einem Weitwinkelobjektiv mit 120°! Damit sind wir in der Lage nun saubere Luftaufnahmen mit dem Copter aufnehmen zu können, von denen hier sicher demnächst einige zu sehen sein werden. Doch auch mit dem GPS-Chip haben wir uns viel beschäftigt und sind nun dabei diesen auf dem Board zu integrieren. Die neuen Arduino-Boards und Sender werden für den dann anstehenden Routenflug benötigt, doch derzeit befinden sich diese Materialien noch in der Lieferung.

Unser Copter im vollen Betrieb!

Doch neben diesen Arbeiten haben wir uns auch mit möglichen Sponsoren getroffen und dabei auch Erfolg gehabt. Zwei Personen spendeten einen Betrag von jeweils 300€ und die Volksbank Delmenhorst-Schierbrok ebenfalls noch einmal 400€, welche jedoch die Auslage der Fördervereins abdecken. Wir danken an dieser Stelle daher vielmals dem Förderverein des Gymnasium an der Willmsstraße, der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok, dem Forum-Mitglied BulletByte und auch ganz besonders zwei privaten Spendern, welche nicht namentlich genannt werden wollten! Ohne jene Unterstützung wäre das Projekt nie möglich gewesen!

Durch diese Unterstützung war es uns nun möglich eine neue Fernbedienung anzuschaffen, die FlySky TH9x, welche baugleich mit der recht bekannten Turnigy 9x ist und mit 9 Kanälen und veränderbarer Firmware nun auch weitere Modi verfügbar und schaltbar machen. Unter anderem wird es uns so in Zukunft auch möglich zum Beispiel den GPS-Chip einzusetzen.

Das geplante Carbon-Gestell!

Wir das Gestell des neuen Copters war, wie bereits erwähnt, ein komplettes Carbongestell vorgesehen, wo es nun auch konkrete Planungen zu gibt. Die Centerplates werden 10cm x 10cm groß und 2mm jeweils dick sein und Ausführungen zu den Auslegern besitzen, um diese zu stabilisieren. Die Ausleger selber werden 2cm breit und 5mm dick sein, sodass das diese eine sehr hohe Stabilität erreichen. Am Ende des Auslegers werden diese dann noch einmal 2,5cm breit sein, um genügend Platz für die neuen Motoren zu lassen, welche im übrigen wohl die Suppo A2213 sein werden, da diese genügend Kraft liefern und eine sehr hohe Energieeffizienz liefern bei 9″x4″-Propellern.

Soweit bis dahin,
euer projectDemon-Team

P.S.: Ab jetzt sind gibt es wieder wöchentliche Updates!

~Christian