Carbon, LED-Streifen, Schrauben und eine neue Hauptplatine: Ein neues Gesamtbild

August 4, 2012 in Allgemein, Bilder

Mit diesen Skizzen begann der Umbau

Nach den letzten Tests der Projektwoche und der Erkenntnis, dass die Sensorwirkrichtungen falsch eingestellt waren, wurde diskutiert, dass nun auch ein neues sauberes Gestell her muss. Gesagt, getan. Nach einiger Diskussion über die zu verwendenden Materialien stand fest, dass das neue Gestell zwei Carbon-Centerplates bekommen soll und die vielen freien Kabel und insbesondere die vielen Kabelbinder dem Ende angehören sollen.

Zunächst jedoch musste das alte Gestell auseinandergebaut werden. Dies war innerhalb eines Nachmittags voller destruktiver Gewalt auch schnell erledigt und schon am nächsten Tag konnte das frisch gelieferte unidirektionale Carbon bearbeitet werden. Mit der nötigen Schutzkleidung und genauen Maßen wurden die Carbon-Stücke zurechtgesägt und gebohrt. Leider mussten wir am Ende feststellen, dass wir während des Bohrens anscheinend die Löscher doch nicht korrekt so gebohrt haben, wie wir es zunächst aufgezeichnet hatten. Daher musste neues Carbon bestellt werden und mit etwas Hilfe klappte der zweite Versuch zwei Centerplates passend zu sägen und zu bohren.

Höchste Sicherheitsmaßnahmen!

Während der nächsten zwei Tage hat Christian das Gestell dann zusammengebaut und die dafür Platine entworfen und gebaut. Doch alles im Einzelnen.
Bevor die zwei Carbon-Platten, welche eine Maße von 10cm x 10cm x 1mm besitzen mit jedem Ausleger dreifach verschraubt wurden, wurden noch Löcher in die obere der beiden Platten im Abstand von circa 5cm im Quadrat bebohrt, wo danach über Distanzbolzen zunächst die Stromverteilerplatine und darüber die neue Hauptplatine befestigt wurde. Dies sorgt für ein leichtes Zusammenbauen und Auseinandernehmen der Platinen und so kann man auch noch im Nachhinein an den Platinen arbeiten und gegebenenfalls etwas reparieren.

Alles handverdrahtet

Die neue Hauptplatine selber beinhaltet die komplette Flugkontrolleinheit, wobei die einzelnen Board nun nicht mehr durch wilde Kabel verbunden sind, sondern alle Drähte geordnet und der Lochrasterplatine verlaufen: Eine echte handverdrahtete Platine. Dies sorgt dafür, dass es nicht mehr zu kalten Lötstellen kommt und vor allem der Platz- und Gewichtsverbrauch drastisch reduziert wurde. Um die Regler nun mit der Platine zu verbinden, wurden an jedem Rand Stiftleisten angebracht, an dem die gekürzten Regler-Kabel nun einfach angesteckt werden können. Doch auch der Empfänger der Fernbedienung kann nun über Buchsenleisten einfach auf die Platine gesteckt werden. Dies alles ermöglicht einen einfach Auf- und Abbau des Quadrocopters. Zusätzlich befindet sich auf der Platine noch eine rote Status-LED, welcher in verschiedenen Blinkmustern Auskunft über die derzeitige Situation im Programm gibt.

Der neue Copter (hier noch ohne Füße)

Der Akku ist weiterhin mit Klettverschluß auf der unteren Carbonplatte befestigt, sowie die Füße ebenfalls noch aus Kunstoffrohrscheiben bestehen, welche jedoch nun fest angeschraubt wurden und nun auch nicht mehr mit Kabelbinder befestigt sind. Lediglich die Regler werden noch von kleinen Kabelbindern auf den Auslegern gehalten, da dies für die kleinen Platinen im Schrumpfschlauch die denkbar beste Methode darstellt, ohne diese dauerhaft mit den Auslegern verbinden zu müssen.

Welch’ eine Lichtparade

Die letzte Neuerung und die wohl augenscheinlichste sind die neuen zehn Centimeter langen und selbstklebenden LED-SMD-Streifen, welche nun an die Seiten der Ausleger befestigt sind. Angeschlossen sind diese direkt über die Stromverteilerplatine am Akku, wo sie mit der anstatt verlangten 12V mit 11.1V versorgt werden und trotzdem noch für eine sehr starke Helligkeit sorgen. Ebenfalls gibt wieder der einzig grüne Streifen von den ansonsten roten LED-Streifen den vorderen Ausleger zur Orientierung an.

Soweit vom neuen Quadrocopter, demnächst finden weitere Testflüge und weitere mögliche Fehlerbehebungen statt.

Alle Bilder vom Umbau und noch mehr Bilder vom neuen Gestell findet ihr hier: Neues Gesamtbild #1

Bis bald,
Das Demon-Team!

~ Christian

Demon in luftiger Höhe und doch nicht frei

Juni 17, 2012 in Allgemein

Der Aufbau der Regler beginnt...

Heute war, wie angekündigt, unser außerplanmäßiges Demon-Treffen und es lässt sich sagen: Es war schön. Unser Quadrocopter hat zum ersten Mal den Boden verlassen und ist in einer beinahe flugfähigen Form, doch nun alles der Reihe nach.

Unser heutiges Treffen fand nicht, wie üblich, im Projektraum statt, sondern bei einem Teammitglied und da waren zunächst die Schwierigkeiten mit der Anfahrt zu beseitigen. Doch nachdem sich alle Demon-Beteiligten schließlich eingefunden hatten, wurde sofort damit begonnen die verbleibenden Regler korrekt an die Motoren anzulöten (die Phasenkabel müssen richtig angeschlossen werden, damit die jeweils gegenüberliegenden Motoren in die gleiche Richtung laufen). Nachdem dies glücklicherweise auf Anhieb alles geklappt hat, haben wir jeden Motor noch einmal gründlich einzeln getestet, um zu sehen, ob die Motoren nicht schon bei der Auslieferung fehlerhaft waren.

Demon nimmt Form an

Doch was nützt nun ein Gestell ohne angeschlossenem Mikrocontrollerboard und fehlender Stromversorgung? Nicht viel und daher haben wir uns direkt daran gemacht, die Stromversorgungskabel der Regler zusammen zu verbinden und an an jeweils einem Kabel nach unten durch die Löcher der CDs aus dem Quadrocopter führen zu lassen. Jedoch ist diese Variante zunächst provisorisch, da wir uns bereits sehr günstig eine Platine bestellt haben, welche Stromanschlüsse eleganter zusammenführt und auch die Kurzschlussgefahr gegenüber zusammengelöteter Kabelstränge verringert. Leider müssen wir noch circa zwei Wochen auf diese Platine warten, doch unser Provisorium scheint dennoch zu funktionieren.

Als nächsten Schritt, mussten wir alle PPM-Signal-Kabel (welche die Frequenz an die Regler schicken, damit diese in der Geschwindigkeit den Drehstrom erzeugen können) an das Arduino-Board führen und dort mit den nötigen Pins verbinden. Da unsere Software zuvor nur für einen Motor ausgelegt war, mussten wir diese selbstverständlich noch aktualisieren und auf den ATMega328P (unser eingesetzter Mikrocontroller) schreiben. Schon waren wir soweit, dass wir testen konnten, ob alle Motoren auch gleichzeitig vom Programm aus angesteuert werden. Und tatsächlich liefen alle Motoren.

Frischhaltefolie, damit die Elektronik nicht verdirbt

Doch bevor wir schließlich unseren ersten Testflug starten konnten, mussten wir noch unsere Funksteuerung zum Laufen bekommen, bei der wir uns einen 2.4Ghz Sender und Empfänger (rohe Hardware) bestellt hatten. Für diese haben wir entsprechend die Software erweitert, sodass ein Mikrocontroller den Sender und unser Arduino mit dem ATMega328P den Empfänger ansteuern und die Daten empfangen konnte. Dadurch haben wir selbst eine kleine Fernbedienung bauen können, welche mit zwei Tastern die Geschwindigkeit jeweils hoch und runter schalten kann.

Der derzeitige Quadrocopter

Da wir derzeit noch alles provisorisch zusammengebaut hatten, lagen eine Menge Kabel und Platinen auf dem Quadrocopter, welche wir schlicht und einfach mit Frischhaltefolie überdeckt und komprimiert haben, damit kein Kabel unseren Rotorblättern zu Nahe kommen kann. Dann konnte der Testflug beginnen. Hierbei müssen wir sagen, dass uns bewusst war, dass der Quadrocopter sehr instabil fliegen wird und auch nicht durch die Decke fliegen soll. Daher haben wir ihn heute mit untergehaltener Hand geführt und mit Bindfäden am Boden befestigt. Trotzdem konnte man gut erkennen, dass der Quadrcopter definitiv flugfähig ist, da er sich selber in der Luft mit gespannten Fäden halten konnte.

Ein Video davon:

Für den weiteren Verlauf ist vorgesehen, dass wir uns als IMU (Inertial Measurement Unit) ein Drotek 10DOF-Board kaufen werden und dieses an ein Arduino Pro Mini anschließen werden. Daran angeschlossen wird der Empfänger und dann dient dieses Konstrukt als erweiterbares Hauptsystem des Quadrocopters.

Wie immer gibt es alle Bilder hier: Erstflug

Soweit vom außerplanmäßigen Tag,
Das Demon-Team!

~ Christian

Der Countdown läuft

Juni 15, 2012 in Allgemein

Unsere neuen Motoren am neuen Gestell!

Wir würden gerne schreiben, dass wir unseren ersten “Meilenstein” erreicht haben, also dass unser Quadrocopter bereits die Welt von oben betrachten durfte, doch leider sieht derzeit alles danach aus, dass es Sonntag erst soweit sein wird. Heute haben wir jedoch alle Grundsteine dafür gelegt:

Unser Demon-Tag heute startete anders als all die anderen Demon-Treffen: Wir unternahmen einen Ausflug zum Baumarkt! Dort angekommen (und das war bei diesem Wetter nicht leicht), haben wir uns ein neues Aluvierkantprofil mit den Maßen 10mm x 10mm x 1m (Höhe x Breite x Länge) gekauft. Da wir bereits da waren, haben wir auch gleich ein kurzes Abflussrohr mitgenommen, welches in je vier dünne Scheiben geschnitten, als Füße für unseren Quadrocopter dienen soll (an dieser Stelle vielen Dank für die Anregungen von euch!). Dann ging es schnell ab zu Kasse und wieder auf dem Weg zum Projektraum. Doch bevor wir gänzlich zurück gefahren sind, gab es natürlich noch ein wohlverdientes Mittagessen bei einem Sandwich-Restaurant (mit dem sprechenden Baguette).

Endlich zurück haben wir uns direkt an die Aufgaben für den Tag gesetzt. Während Lennart das neue Gestell zurechtgesägt hat, kümmerten Simon und meine Wenigkeit sich um die gerade eingetroffenen neuen Motoren.

Fehlt nur noch die untere CD...

Das neue Gestell wird, wie bereits erwähnt, aus einem 10mm x 10mm Aluvierkantprofil mit einer Auslegerlänge (die Gestellstäbe, die von der Mitte nach außen zu den Motoren führen) von 17cm. Unserer Idee mit der CD blieben wir im übrigen treu, jedoch befinden sich nun jeweils auf beiden Seiten zwei CDs (erst zwei CDs auf einer Seite bieten die nötige Stabilität, jedoch auch Flexibilität). Auch anders als zuvor, haben wir dieses mal die Ausleger nicht an die CDs verschraubt, sondern mit Starkkleber verklebt, da Schrauben die CDs splittern lassen und instabil machen.

Verschrauben der Motoren

Die Motoren wurden ebenfalls heute an die Ausleger befestigt. Dafür haben wir jeweils auf der Unterseite der Ausleger zwei große Löcher gebohrt, wo die Schrauben komplett durchpassen und auf der Oberseite zwei Löcher an denen die Motoren mit Schrauben an den Auslegern festgeschraubt wurden (mit 3mm Schrauben). Diese Schrauben haben wir relativ festgezogen bekommen, um sie einerseits so zu lassen, jedoch auch um zu sehen, ob die Motoren in irgendeiner Weise wackeln. Das Ergebnis: Sie sitzen bombenfest und sicher auf den Auslegern!

Wie schon erwähnt, haben Simon und ich uns um die Mikrocontroller->Regler->Motor-Geschichte gekümmert, wobei wir ein PPM Signal vom Mikrocontroller an die Regler schicken, die dann aus diesem Signal Drehstrom erzeugen und die Motoren betreiben. Bevor wir jedoch jegliches an den Motoren gebastelt haben, nahmen wir uns unsere Regler zur Hand und haben erst einmal einen netten Startsound programmiert.

Die GF2210 Motoren

Er heißt: End of the World! und bedeutet: Sobald unser Demon sich über die Welt erheben wird, ist es aus. Doch zurück zu den Motoren: Schnell das Programm auf den Mikrocontroller geschrieben, alle Kabel angeschlossen und einen ersten Test gestartet (wir waren gewagt und haben direkt die 8×4,5 Zoll Propeller aufgesetzt gehabt). Unser erster Test war erstaunlich und zugleich hat er uns eines klar gemacht: Die Propellerhalter muss man sehr fest an der Motorenwelle anziehen. Wieso? Beim unserem ersten Test haben wir erst 4,5% der maximalen Signalfrequenz ausgegeben und bereits dort ist der eigentlich schon festsitzende Propellerhalter mitsamt dem Propeller allein, ohne die Motoren, fortgeflogen.

Anlegen und Maße nehmen

Nach diesem erschütternden Ergebnis haben wir beim zweiten Test darauf geachtet, dass wir die Propellerhalter mit aller Kraft an der Welle festgezogen haben und einen erneuten Test gestartet. Ergebnis dieses mal: Die Motoren haben Auftrieb, soviel Auftrieb, dass es für Simon schwer war, die Motoren mit der Zange festzuhalten (wobei man bemerken muss, dass es mit einer Zange auch wesentlich schwerer geht!). Doch auch das Indiz, dass und die Hälfte der Materialien vom Tisch gefegt sind, lassen hoffen, dass wir mit diesen Motoren unser Quadrocopter abheben lassen können, da sie bereits jetzt einige Auftriebskraft erzeugen und wir nicht einmal ein Zehntel der maximalen Leistung getestet haben (wir schätzen, dass unser Rohgestell mit den nötigsten Materialien, wie Controller, Regler und Akku bereits bei 30% der maximalen Leistung abheben wird).

Ebenfalls ein Video vom sauberen Testlauf:

Nachdem wir zufrieden waren mit unseren neuen Motoren, haben wir noch unseren Akku und die untere CD mit Klettband versehen (auch hier vielen Dank für die Anregung), sodass wir den Akku während des Fluges gut am Gestell befestigt haben, jedoch auch nach dem Flug wieder leicht abnehmen und aufladen können.

Als letztes Ziel haben wir das Gestell vervollständigt, indem wir die CDs mit den Auslegern verklebt haben. Dazu haben wir zu Millimeterpapier gegriffen und die Ausleger (welche genau 10mm breit sind) genau auf dem Millimeterpapier in genauen 90° Winkeln ausgerichtet, mit Kleber beschmutzt und die CD auf den Auslegern mit viel Druck aufgepresst und somit ein vollständiges Gestell erhalten.

Das fertige Gestell!

Wie man bereits sieht, sind die einfachen Vorraussetzungen zum Flug geschaffen, sodass wir am Sonntag (unserem ersten außerplanmäßigen Treffen, da wir es nicht erwarten können!) nur noch die Stromleitungen von den Reglern verbinden müssen, diese an den Mikrocontroller anschließen müssen und abheben können, wobei dies zu Anfang wohl ein sehr wackeliges und absturzbehaftetes Fliegen sein wird, da wir noch keine Beschleinungsensoren und auch kein Gyroskop einsetzen (wobei diese demnächst in Bestellung sind).

Ebenfalls möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal für die großzügige Spende von unserem Sponsor den Freunden und Förderern des Gymnasium an der Willmsstraße und unserem netten Spender BulletByte (Eric R.) bedanken! Ein großes Dankeschön!

Wir melden uns am Sonntag zurück und werden hoffentlich an jedem Tag gute Nachrichten verkünden können!

Wie immer könnt ihr alle Bilder vom heutigen Tag hier anschauen: Gestellbau und Motortest

Soviel vom Tage,
Das Demon-Team!

~ Christian

Demon wird erleuchtet!

Juni 8, 2012 in Allgemein

Da mittlerweile der Freitag ein neues Synonym hat, also Demon-Tag, müssen wir nicht weiter erwähnen, dass heute wieder ein Treffen stattfand. Doch dieses mal gab es wahrlich eine Erleuchtung!

Während wir unser Mittagessen eingenommen haben, diskutierten wir, wie wir weiter verfahren werden, nun, da wir nur noch drei funktionierende Motoren besitzen und wir kaum Motorenersatz finden, der auch zu unseren Regler passt (die Motoren sollten weniger Ampere benötigten, als die Regler zur Verfügung stellen können, da ansonsten die Lebensdauer des Reglers sehr kurz sein wird). Dabei sind wir uns einig geworden, dass wir auf jeden Fall, neben neuen Motoren, auch neue Regler gebrauchen werden. Daher haben wir uns umgeschaut und uns für e-max GF2210 Motoren entschieden, welche mit 1200KV und einem Schub zwischen 600-800g daherkommen. Die e-max GF2210 Motoren sind kein unbeschriebenes Blatt, denn die Vorgänger dieser Motoren, die CF2822 sind sehr weit verbreitet und durchaus bekannt. Auch über den Preis lässt sich wenig diskutieren, da wir vier Motoren bereits für 47,60€ bekommen, was durchaus ein guter Preis ist (im Verhältnis zur angebotenen und benötigten Leistung).

Da die e-max GF2210 jedoch einen Dauerstrom von mindestens 10A benötigen und einen Spitzenstrom von 15A besitzen, lassen diese Motoren die Last für unsere Turnigy Plush 12A Regler übersteigen. Deshalb haben wir uns nach neuen Reglern umgeschaut und sind auf die Hobbywind Skywalker 20A gestoßen, welche mit 500Hz schnell genug sind, einen guten Strompuffer zu unseren Motoren haben (von 20A – 15A = 5 Ampere) und sich von der Einstellung her genau wie unsere Turnigy Plush Regler verhalten (sie sind genau gleich programmierbar). Auch hier haben wir nach dem Preis geschaut und würden vier Regler für 43,10€ bekommen.

Bei den Rotorblättern werden wir vorerst unseren 8×4,5 (erste Zahl ist die Gesamtlänge in Zoll, die zweite Zahl ist die Steigung in Zoll) Rotorblättern treu bleiben und schauen, ob sie mit den Motoren genügend Schub erreichen können, wobei wir in dieser Sache recht optimistisch sind, da bereits zwei andere Quadrocopter-Bauten mit der gleichen Konstellation erfolgreich abgehoben und geflogen sind.

Damit unser Gestell den neuen Anforderungen gerecht wird, haben wir es weiter optimiert und sind derzeit noch in den Umbauarbeiten, wobei diese lediglich aus einer Materialschmälung und Längenvergrößerung bestehen. Dabei haben wir den vier Stangen mittig eine Kurvenform verpasst, entfernen die Schrauben, in dem wir die Stangen mit starken Kleber an die CD befestigen und setzen am Ende jeder Stange noch eine 3cm x 3cm Carbonplatte auf, für die Befestigung der Motoren. Den Konstruktionsplan unseres Gestells findet ihr hier: Gestell-Zeichnung

Der Akku ist voll aufgeladen!

Doch neben Diskussionen wurde heute auch fleißig gewerkelt. Neben dem Beginn der Umbauarbeiten am Gestell, haben wir auch die LED-Beleuchtung nun fertiggestellt und das dazugehörige Programm erstellt (wobei das Programm weit aus schneller gemacht war, als die LEDs ohne dritte Hand zu verlöten).

Da mittlerweile auch unser 1200mAh Akku aus gewöhnlichen Lithium-Polymer-Zellen (mit drei Zellen) angekommen ist, inklusive Aufladegerät und Ladestandwarner, konnten wir auch diesen bereits an die Schaltung anbringen und diese vom Akku aus betreiben.

Als nächstes Ziel steht, neben dem Gestell, die Beschaffung der neuen Motoren und Regler an, wobei wir uns bei neuen Erkenntnissen in dem Bereich sofort melden werden.

Alle Bilder vom Tag, findet ihr hier: Beleuchtung 1

Bis dahin,
Das Demon-Team!

Demon im Anflug! oder doch nicht?

April 20, 2012 in Allgemein

Heute war ein spannender Tag. So wird oft ein Blogeintrag angefangen, jedoch darf man dies heute wörtlich nehmen, denn wir haben unsere ersten Tests mit dem Quadrocopter abgeschlossen und dabei einige interessante Erfahrungen gesammelt. Dabei lief alles auch nicht unbedingt so, wie wir es uns gedacht haben, jedoch sind wir mit positiven Ergebnissen aus diesem Tag gegangen, doch nun alles der Reihe nach.

Lass es dir schmecken, Christian!

Nachdem wir alle unser Mittagessen gegessen hatten, haben wir unsere Materialien ausgepackt und ausgebreitet. Danach haben wir uns zunächst alle noch einmal die Motoren mit ihren Rotorblättern angeschaut und nach einigem Probieren festgestellt, dass die Rotorblätter eindeutig zu lang waren und den Motor unnötig ausgebremst haben. Also haben wir sie von 16cm Länge (vom Motor bis zur Rotorkante) auf 10cm gekürzt, was unseren bisherigen Planungen von 5-6cm entgegen spricht. Doch der Hauptgrund dafür ist, dass die Rotorblätter erst nach circa 4cm ihre volle Breite erreicht haben und sie daher mit 5-6cm kaum für genügend Auftrieb sorgen könnten.

Lennart (l.) und Simon (r.) bei der Arbeit. Nach und nach alle Motoren ans Gestell!

Nachdem wir die Rotorblätter an den Motoren befestigt hatten, haben wir angefangen den ersten Prototyp von Demon zu bauen. Also schnell das Gestell aus dem Rucksack geholt und die Motoren provisorisch mit Kabelbindern an den vier Enden des Gestells befestigt. Nun fehlten nur noch Drähte, denn ohne solche, würden sich die Rotoren nur durch ein laues Lüftchen bewegen. Für den ersten Aufbau haben wir bei der Verdrahtung uns vorerst für eine Wickel- und Drehverbindung entschieden, da wir ungern die Motoren schon mit Lötzinn beflecken wollten.

Mehr Power!

Was die Stromversorgung angeht, waren wir uns sicher, dass für die ersten Tests eine 9V Blockbatterie nicht genügend Leistung erbringt. Daher haben wir auf ein gewöhnliches 9V Netzteil zurückgegriffen und den ersten Test mit großer Spannung gestartet. Doch zu unserer Ernüchterung drehten sich die Rotoren recht langsam und das Ziel, dass Demon jemals abhebt, rückte in weiter ferne. Vor lauter Ernüchterung wollten wir daher das Netzteil wieder abnehmen, bis wir bemerkten, dass auf dem Netzteil ein maximaler Strom von 500mA ausgegeben werden kann und schnell war klar, dass hier das Problem lag. Also mussten wir zu einer anderen Stromversorgung greifen, wobei unser Physik-Lehrer uns ein regelbares Labornetzteil zur Verfügung gestellt hat, welches wesentlich mehr Strom verträgt.

Voller Enthusiasmus klemmten wir also dieses Netzteil an den Quadrocopter und drehten die Leistung auf. Und tatsächlich drehten sich die Motoren sehr schnell und es kam viel Wind auf, sogar einen leichten Auftrieb war zu spüren. Leider deutet dies auch an, dass das Gestell des Quadrocopters wohl eindeutig zu schwer ist und um einiges Holz dünner geschnitzt werden muss, sodass wir das Gewicht hoffentlich um die Hälfte reduzieren können. Doch die Stärke der Motoren haben Hoffnung darauf gegeben, dass mit einem leichteren Gestell der Quadrocopter sich beim nächsten Test am nächsten Freitag sicher in die Lüfte erheben wird und die Welt aus neuen Blickwinkeln kennen lernt!

Alle Bilder von heute findet ihr auch hier: Versuchstag 1

Soviel von heutigen Tage,
Das Demon-Team!

~ Christian

Ein kleiner Schritt für uns, aber ein Großer für unseren Quadrocopter…

April 19, 2012 in Allgemein

Vorsicht, Gefahr!

…Obwohl das Teil keine Füße hat.
Jedenfalls noch nicht. Mal sehen, was unseren Köpfen noch für merkwürdige Ideen entspringen…

Nach einer kleinen – wie ich es nenne – “Kunstpause” meldet sich Demon zurück mit “spannenden” Plänen und Ideen im Gepäck.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Dies war kein schlechtes Wortspiel um eine Überleitung zur Energieversorgung des Copters herzustellen, obwohl dies immernoch ein Problem ist, das es zu überwinden gilt.

Doch genug der laschen Wortspiele: Morgen Nachmittag wird es zum ersten Mal in der bis jetzt kurzen Geschichte Demons so richtig ernst.

Wie man in den bisherigen Einträgen entnehmen konnte, hat sich bei Christian so langsam ein kleiner Berg an Mikrocontrollern, Rotoren, Motoren und Vielem mehr angehäuft. Und morgen, am 20.04.2012 beginnen in einem eigenen Raum in unserer Schule die allerersten Tests, die das Fortschreiten (Oder eher Fortfliegen? :D) unseres Projektes beeinflussen werden. (An dieser Stelle wieder dank an unseren Physik-Lehrer für das Bereitstellen des Raumes :) )

Ein vorläufiges Grundgerüst aus Holz wurde bereits gebaut und wartet darauf, in den ersten Demon-Prototypen verwandelt zu werden.

Unser Plan für den 20.04.2012:

- Versuche mit den Rotoren, Motoren & dem Grundgerüst.

- Eventuelle Arbeiten mit den Microcontrollern

Hauptsächlich gilt es herauszufinden, ob die von uns verwendeten Motoren stark genug sind, um zusammen mit den Rotorblättern für genug Auftrieb zu sorgen, um sich selbst und eventuell das Holzgerüst in die Luft zu heben. Lasst uns also hoffen, dass unser Prototyp kontrolliert “in die Luft geht”.

In dem Sinne… Wünscht das Demon-Team noch einen schönen Abend!
~ Lennart

Bisherige Zusammenfassung

März 26, 2012 in Allgemein

Wir haben uns im Vorfeld lange über verschiedene Faktoren des Prototyps unterhalten und haben auch Entscheidungen getroffen.

Als vorläufiges Gerüst haben wir uns dabei für ein Holzrahmen entschieden, welcher in Kreuzform aus zwei Hölzern mit einer Kerbe in der Mitte geleimt und verschraubt werden soll. Die Länge jedes Holzstücks soll circa 30cm betragen.

Über die vorläufige Wahl der Motoren haben wir uns ebenfalls lange die Köpfe zerbrochen, nun sind aber die Johnson 10750 in der Bestellung. Diese liefern uns im Leerlauf 25.212 U/min und unter Last satte 12.606 U/min. Dies sollte nach unseren Berechnungen (Dank an unseren Physik-Lehrer) für das geschätzte Gewicht und unter Normalbedingungen für den Auftrieb des Quadrocopters ausreichen.

Für die elektronische Steuerung fiel die Wahl der Mikrocontroller ebenfalls vorläufig auf den Atmel ATmega328p, da dieser genügend Platz für das Steuerprogramm bietet, zugleich aber dank der RISC-Architektur und 16Mhz die Berechnungen schnell erledigen kann. Ebenfalls bietet er mit seinen 23 I/O-Pins genügend Anschlüsse für die Motorsteuerung und für die Sensoren.

In Bezug auf die Motorsteuerung war natürlich klar, dass der Mikrocontroller die Motoren nicht direkt ansteuern kann, da dieser weitaus nicht den benötigten Strom und auch nicht die Spannung bietet, damit die Motoren auf volle Drehzahl gebracht werden können (eher würde der Controller sich zum Braten eines Steaks eignen). Daher wird eine klassische Motorsteuerung verwendet, die H-Brücke. Derzeit wird noch diskutiert, ob dafür eine Schaltung aus 16 MOSFET-Tranistoren gebaut werden soll, oder der IC L283D verwendet werden soll, welcher jeweils zwei H-Brücken in sich trägt.

Als Sensoren werden vorläufig zur Messung der Luft ein Temperatursensor und ein Luftdrucksensor verwendet werden, damit der Quadrocopter dem launischen Wetter entgegenwirken kann. Als zusätzlicher Stabilisator soll ein Gyroskop dienen, welcher die aktuelle Lage des Quadrocopter an den Mikrocontroller weiterleitet und dieser die Motoren entsprechend steuern kann.

Um das ganze Gerät auch mit der nötigen Spannung Spannung versorgen zu können, soll entweder ein 9V Akku-Pack eingesetzt werden oder 6x AA-Mignon 1,5V in Reihe. Selbstverständlich muss stetig für eine neue Stromzufuhr gesorgt werden, da alleine die Motoren 4,2A brauchen werden.

Zur Gestaltung ist derzeit geplant, dass das Gerüst eine Kreuzform bekommt. An jedem Ende wird mit Kabelbindern ein Motor befestigt. Die Stromkabel zur Mitte des Gestells, wo sich die elektronische Schaltung befindet, werden direkt am Balken, oberhalb oder unterhalb verlaufen. Die Stromversorgung wird sich ebenfalls in der Mitte der Konstruktion, jedoch auf der unteren Seite befinden. Dadurch können wird wenigstens eine ungefähre Symmetrie bieten.

Das sind bisher die Planungen zum Prototyp, bis dann,

Das Demon-Team!

~ Christian